In der Freiwilligen Feuerwehr Kollerschlag ist seit 1977 "schwerer Atemschutz (= umluftunabhängiger Atemschutz)" in Verwendung.
Auer PA 58
1977 wurden drei Preßluftatmer der Firma Auer Type PA 58 angekauft. Bei diesen Geräten handelte es sich um umluftunabhängige (schwerer Atemschutz) Atemschutzgeräte, welche auf Unterdruckbasis funktionierten.
Arbeitsweise und Aufbau des PA 58:
Die Luft strömte bei dem "PA 58" von den zwei 4 Liter Pressluftflaschen zu dem Druckminderer, wo der Luftdruck auf ca 4,5 bar reduziert wurde. Anschließend kam die Luft zum Lungenautomaten, wo die Luft nach Bedarf des Atemschutzträgers dosiert wurde.
Dabei ist während dem Einsatz mit den Preßluftatmer in der Atemschutzmaske immer ein leichter Unterdruck. Ein Nachteil der Geräte war, dass bei Undichtheit der Maske (schlechtes Anlegen, verrutschen etc) Gase in die Atemwege einströmen konnten.
Die drei Preßluftatmer der Marke Auer PA 58 wurden mit 1.Jänner 2003 ausgeschieden.
Die 7 Atemschutzmasken der Firma Auer (Unterdrucksystem), welche zu dem PA 58 verwendet wurden, bleiben weiterhin für den "leichten" (umluftabhängigen) Atemschutz in Verwendung. Für den leichten Atemschutz stehen Kombifilter zur Verfügung.
Auer BD 96-S mit ICU
Im Jahre 2002 wurden drei neue Preßluftatmer der Marke Auer BD 96-S mit ICU angekauft. Dabei handelt es sich um "Überdruckgeräte", wo immer Luft in die Maske eingelassen wird.
Die 3 Preßluftatmer Auer BD-96-S wurden am 24.09.2002 im LFK OÖ übernommen. Zu den drei Preßluftatmern wurden 9 Atemschutzmasken der Marke Auer Ultra Elite PS angekauft. Zurzeit stehen den Atemschutzträgern 9 Masken und 18 Pressluftflaschen (3 Garnituren) für Einsätze und Übungen zur Verfügung.
Arbeitsweise und Aufbau des BD-96 S mit ICU:
Die Luft strömt beim BD-96-S mit ICU von den zwei 4 Liter Pressluftflaschen (Fülldruck ca. 200 bar) zu dem Druckminderer, wo der Luftdruck auf ca. 7 bar reduziert wird. Anschließend kommt die Luft zum Lungenautomaten, wo die Luft mit ca. 4 mbar laufend in die Atemschutzmaske strömt. Durch den dauernden Überdruck in der Maske ist ein Eindringen von Gasen erschwert möglich und die Sicherheit der Atemschutzträger erhöht.
Die neuen Preßluftatmer und Masken müssen nach jeder Übung bzw. nach jedem Einsatz gereinigt und mit einem Prüfkoffer auf die Funktionstüchtigkeit überprüft werden.
Hilfs- und Schutzmittel für den Atemschutz:
Weiters steht der Atemschutzgruppe ein Haus zur Verfügung, welches als Atemschutzstrecke adaptiert wurde. Die dortigen 5 Räume wurden mit Hindernissen den Übungserfordernissen angepasst. Für eine Übung in diesem Objekt steht uns ein Nebelgerät zum Ausleihen vom Abschnitt Rohrbach zur Verfügung.
Für die Preßluftatmer und die Hilfsmittel für den Atemschutzbereich ist der Atemschutzwart verantwortlich. Er führt die Wartung und Instandhaltung dieser Einsatzmittel durch. Weiters ist er für die Schulung der Atemschutzträger verantwortlich.
Atemschutzwarte seit 1977 in der Feuerwehr Kollerschlag:
| Eisner Johann | 1977 - 1988 |
| Lauss Stefan | 1988 - 1998 |
| Lauss Hannes | 1998 - 2002 |
| Neubacher Martin | seit 09/2002 |